Zukunftscoaches
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Zukunftscoach
Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim

Die Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim weist eine ausgewogene Mischung von Industrie- und Dienstleistungsbereichen auf. Namhafte Unternehmen – einige davon bedeutende Global Player – und der Rückhalt einer mittelständisch orientierten, soliden Wirtschaft sind die Basis für eine positive Entwicklung. Gerade die innovative Automobilzulieferindustrie ist mit der Region fest verbunden. Mit der Universität Bamberg und speziell der Wirtschaftsinformatik sind zusätzlich die Weichen auch in Richtung Informationstechnologie gestellt. Aber auch Dienstleister aus der Logistik, dem Gesundheitsbereich oder aus der Medien- und Audiobranche haben bei uns ihren Standort.

Betrachtet man die Prognose der Bevölkerungszahl für die Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim kann Folgendes festgestellt werden: Die Gesamtbevölkerung schrumpft von 358,5 Tsd. (2010) auf 356,7 Tsd. (2020). Die Altersgruppe der 20- bis 60-Jährigen schrumpft von 207,4 Tsd. (2010) auf 197,5 Tsd. (2020). Dagegen steigt die Gruppe der 60- bis über 75-Jährigen von 84,3 Tsd. (2010) auf 99,8 Tsd. Damit folgt die Region dem allgemeinen demographischen Trend und es ist notwendig, nachhaltige Maßnahmen und Projekte zu generieren sowie umzusetzen, um die Auswirkungen abzufedern.

Im Rahmen des Projektes Zukunftscoach wurden vier Handlungsfelder identifiziert, die während der Projektlaufzeit sukzessive abgearbeitet werden:

  • Handlungsfeld 1: Demografie-Management in Unternehmen
  • Handlungsfeld 2: Bedarfsorientierte Qualifizierung für die Wirtschaft
  • Handlungsfeld 3: Verbesserung der Ausbildungs- und Berufsreife
  • Handlungsfeld 4: Nachwuchskräftebindung/-gewinnung

Die jeweiligen Handlungsfelder bestehen aus einer Initiierungsstufe und einer Umsetzungsstufe in denen der Zukunftscoach zunächst den Ist-Zustand feststellt, Netzwerke bildet und zu schon existierenden Strukturen Kontakte herstellt, um dann in der Umsetzungsstufe nachhaltige Projekte und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Existierende oder geplante Aktivitäten im Rahmen des Projekts Zukunftscoaches

  1. SWOT-Analyse „Employability 2012“
    An der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg studieren aktuell ca. 12.000 Studenten. Die zukünftigen Young Professionals bilden eine wichtige Zielgruppe für die regionale Wirtschaft. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu kennen. In einer umfangreichen Online-Befragung an der Universität Bamberg, an der sowohl alles Studenten aber auch zum Teil Absolventen teilnehmen können, wurden diese analysiert und notwendige Handlungsansätze definiert.

  2. Unternehmensbefragung bei KMUs in der Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim
    Um passgenaue Maßnahmen für Unternehmen entwickeln zu können, muss zuallererst der Ist-Zustand festgestellt werden. Dies erfolgt mittels einer Online-Befragung bei über 920 Unternehmen in der Wirtschaftsregion.

  3. Start des Projektes AzubiAkademie
    Bei der Suche nach Lehrlingen haben Unternehmen aus dem Mittelstand immer öfter das Nachsehen hinter großen Industrieunternehmen. Deshalb müssen sie einen Mehrwert innerhalb der Ausbildung bieten. Die Regionalmanagement Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim GmbH möchte regional ansässige Firmen dabei unterstützen dies umzusetzen und startet deshalb in Kooperation mit dem Bund der Selbstständigen (BDS) das Projekt AzubiAkademie. Auszubildende erwerben in Workshops zusätzliche Qualifikationen in Bereichen, die nicht in der Berufsschule angeboten werden, für den Berufsalltag und das Arbeiten im Team allerdings unentbehrlich sind. Die regelmäßig stattfindenden Schulungen werden abwechselnd von den teilnehmenden Unternehmern gehalten, die direkt ihre Kompetenz und ihr Wissen vermitteln. (Weitere Informationen zur BDS AzubiAkademie)

  4. Qualifizierungsmaßnahme SMD Löten
    Aufgrund des Fachkräftemangels in der Branche der EMS-Dienstleister (electronic manufacturing services) wird in Kooperation mit Firmen aus dem Bereich der elektronischen Lohnfertigung eine Qualifizierungsmaßnahme für Maschinenbediener von SMD-Bestückungsautomaten entwickelt. Diese, in Zusammenarbeit mit der IHK, zertifizierte Maßnahme soll eine Lücke im Ausbildungsbereich schließen, da hier einerseits ein großer Bedarf an ausgebildeten Fachkräften existiert, andererseits aber kein passender Ausbildungsberuf vorhanden ist.

  5. Qualifizierungsmaßnahme in der Tourismus- und Gastronomiebranche
    Der Tourismusbranche kommt als Wirtschaftsfaktor in Deutschland eine große Bedeutung zu. Sie setzt jährlich rund 140 Milliarden Euro um und bietet in 15 Berufen ca. 115.000 Ausbildungsplätze. Gleichzeitig wachsen auch die individuellen Ansprüche der in- und ausländischen Gäste an den Transport, die Unterbringung und die Qualität der Serviceleistung. Berufliche Qualifizierung in der Tourismusbranche ist deshalb unverzichtbar für die Qualitätssicherung der Angebote und die Wettbewerbsfähigkeit der touristischen Unternehmen.
    Um den notwendigen Qualifizierungsbedarf in der Region Bamberg-Forchheim festzustellen, wird mittels verschiedener Maßnahmen (Qualitative Befragung, Analyse, Expertengespräche) der regionale Bedarf eruiert und entsprechende Handlungsansätze umgesetzt.

  6. Planung und Organisation von SideStepToGo – Aus der Praxis lernen
    Trotz einer sehr guten Ausbildung an der Universität Bamberg ist ein Großteil der Absolventen nach dem Studium gezwungen die Region zu verlassen und das berufliche Glück in anderen Teilen Deutschlands oder gar der Welt zu suchen. Zur selben Zeit herrscht in vielen Unternehmen der Region ein Mangel an qualifiziertem Personal. Aus diesem Grund soll in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit das Projekt „SideStepToGo – Aus der Praxis lernen“ durchgeführt werden.
    Bei Teilnahme erhalten angehende Absolventen der Universität Bamberg in einem Speed-Dating sechs Minuten Zeit, sich im Gespräch mit Unternehmern und Personalleitern interessant zu machen – und umgekehrt. Sind beide Seiten voneinander überzeugt, können die Kontakte in einem Praktikum (Sommer 2013, max. 4 Wochen) ausgebaut werden. Fehlen den Kandidaten bestimmte Kenntnisse oder Fähigkeiten für eine Position im Unternehmen, können sich die Studierenden diese in einer Qualifizierungsphase (1-2 Monate) in Workshops der Universität Bamberg aneignen
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